Herzensmenschen

Freitag, 21. März 2014

Geträumt..

Im Hintergrund läuft Sisters of Mercy. Eine der Band, welche mich irgendwie anregt kreativ zu werden. Als würde diese Band meinen inneren Geist erwecken, lasse ich mich von der Musik treiben, beginne zu zeichnen, zu basteln oder zu schreiben.
Diese rhythmischen Klänge im Hintergrund lassen mir meinen Traum von letzter Nacht wieder einfallen, so als würde ich ihn noch einmal  träumen, zieht er vor meinem inneren Auge vorbei.
Word Dokument geöffnet und festgehalten ist er wie schon beinahe eine Kurzgeschichte..

Für alle die Langeweile haben, habe ich sie mal hier herein kopiert.




Ganz hinten in der kleinen gläsernen Passage fällt mir ein Laden auf. Eine große Doppeltür steht offen und gibt den Blick auf bunte Jutebeutel mit ganz abenteuerlichen Drucken frei. Für mich entscheide ich, dass ich dort unbedingt hinein muss, also beginne ich am Ärmel von meiner besten Freundin Sabrina zu zupfen und ziehe sie regelrecht hinter mir in den von außen klein wirkenden Laden.
Anders als in der Passage ist der Ladenboden aus echtem, dunklem Holzfußboden.  Beim betreten des Ladens knarrt er leise. Ich schaue mich kurz um. Der Laden hat zwei Etagen, unten gibt es eine Wand voller Jutebeutel, ein Regal, vollgestopft mit Büchern und einem großen Tisch, auf dem Metallschilder verstreut. Schon von weitem erkenne ich die unterschiedlichsten Pin-Up Drucke. Ich hebe meinen Kopf, schaue nach oben. Dort, auf einer Art Galerie,  steht eine alte braune und abgewetzte Couch, bei der das Innenleben schon herausschaut. Daneben zwei ältere Ohrensessel aus Leder, in der Ecke zwischen den Möbeln, steht ein dunkler Beistelltisch auf drei Beinen mit einer hübschen, altmodischen Lampe darauf. Schon von hier, kann man den Staub darauf erkennen. Auch auf der oberen Etage gibt es viele Regale, die aber mit hunderte von alten Platten gefüllt sind. In einer anderen Ecke steht der dazugehörige Plattenspieler. Auf der anderen Seite der oberen Etage gibt es wieder viele Tische, auf denen Süßigkeiten in allen Formen und Nachbildungen von Dingen zu finden sind. Hüte aus Marzipan, Tiere und Möbel aus Zuckerguss.. 
Ich gehe ohne es zu wollen die Treppe hinauf. Stelle mich vor das Plattenregal und ziehe irgendeine hervor. Nehme sie aus der Schutzfolie und packe sie auf den Spieler. Erst knistert er, dann beginnt er leise zu spielen. Ich setzt mich auf die zerschlissende Couch, schließe die Augen und lausche der Musik.
Plötzlich höre ich gekreischte, reiße meine Augen auf und erblicke eine Gruppe von anderen Jugendlichen, wie sie um die angerichteten Süßigkeiten rennen, alles anfassen und damit spielen. Mich ärgernd gehe ich zu ihnen rüber, zische sie an, was das respektlose Verhalten soll und dass bestimmt gleich jemand kommt und sie herausschmeißt, da fällt mir erst auf, dass in diesem Laden gar kein Verkäufer zu finden ist. Die Gruppe lacht mich aus, ich verziehe mich wieder auf die Couch. Die Musik wird lauter und im Hintergrund höre ich jetzt eine Stimme. Eine junge Frau, so um die Mitte zwanzig mit braunem Haar und einer altmodischen Tracht erscheint und fordert uns alle auf, den Laden zu verlassen.  Ich trabe hinter den Jugendlichen her, bleibe jedoch an der Theke stehen. Die Frau schaut mich prüfend an, sagt mir dann aber, dass ich bleiben darf. Sie weist auf einen Tresen mit Barhocker in der Ecke. Ich solle mich setzen, fordert sie. Sie bringt zwei Tassen mit aromatischen Tee und erzählt, dass sie den Laden wohl nicht mehr lange halten kann, dass ihr, bis auf ein paar Stammkunden und neugierige Jugendliche, die Kunden ausbleiben würden. Sie erzählt, wie sehr sie den Laden liebt und fragt mich, ob ich nicht Lust hätte hier anzufangen. Ich bin sofort Feuer und Flamme und sage überglücklich zu. Sie zeigte mit ihrem Finger auf einen Vorhang an der Wand, welcher mit vorher gar nicht aufgefallen war. Ich ging hin, zog ihn bei Seite. Zum Vorscheinen kam eine Stange mit Kleidern. Dort war alles vertreten: Von Kleider im Barockstil zu altmodischen, dunklen und unauffälligen. Ich suchte mit ein schönes heraus, zog mich in einem kleinen Raum um. Nun brachte mir die Frau eine kleine Truhe mit Schmuck. Ich zog eine alte silberne Kette mit einem Pentagrammsymbol heraus und machte sie mir um. Ich fühlte mich in dem Moment wie elektrisiert. Begeistert und voller Tatendrang ging ich zurück in den Laden. Ich sortierte zu erst die Metallschilder, danach widmete ich mich den Büchern. Sie waren in dicken Ledereinbänden gehüllt und mit goldener Farbe beschriftet. Sie drehten sich alle um okkulte Dinge, von der Macht der Mondphasen über Kräuterkunde oder verschiedene Zauberbanne.. gerade als ich die junge Frau fragen wollte, was es damit auf sich hat, und wieso der Laden nur Bücher über solche Themen hatte, kam ein alter Mann herein. Er trug schwere braune Lederstiefel und ein altes braunes Jackett. Auf einem Auge war er blind und wenn man genau hinschaute, bemerkte man, dass er hinkte. Ich blieb kurz vor Schreck stehen, als er sich mir zuwand. Er war sehr dürr und schien nur aus Haut und Knochen zu bestehen. Ehe ich mich wieder fangen konnte, fragte er die junge Frau, ob wir bereit seien. Sie bejahte...

Kommentare:

  1. Danke, das Kompliment kann ich nur zurückgeben :)
    Was ist denn das bitte für ne Aussage? Die ist ja gütig, kannst dich schließlich glücklich schätzen, dass sie Milde walten lässt und die "Freundschaft" nicht beendet.. tzzz :D

    Dein Text gefällt mir super, gibt's da irgendwann noch ne Fortsetzung? :)
    Liebe Grüße ♥

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  2. Ach die Jinny! Na bei dem Namen klingelt's doch iwo zwischen den wenigen Gehirnzellen :D
    Schön, dass du mich wieder aufgespürt hast :)

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