Herzensmenschen

Montag, 17. April 2017

Ich würde so gerne aufgeben. Ich bin so müde vom Leben und von meinen täglichen Kämpfen, dass ich mich am liebsten nur noch zusammenrollen möchte und nicht mehr aus meinem Bett rauskriechen möchte. Mich plagen schreckliche Zukunftsängste, meine Beziehung kriselt gerade und mein kleiner Kater ist weggelaufen. Ich halte dem Druck, der das Leben mit sich bringt, nicht mehr Stand. Ich habe Angst bald allein zu sein. Habe Angst, dass mein Traummann seine Liebe zu mir nicht mehr wieder findet und ich alleine in meinem Universum zurückgelassen werde. Ich fühle mich so schwach und klein, ich weiß nichts mit mir anzufangen. Bin fahrig, kriege kaum einen Bissen herunter und ich merke, wie die destruktiven Gedanken immer Größer werden und mich förmlich anschreien. Seit Monaten habe ich gerade wieder das Bedürfnis mir eine Klinge durchs Fleisch zu ziehen und zuzusehen, wie das Leben sich seinen Weg nach draußen sucht. Würde am liebsten alle Mahlzeiten weglassen, möchte wieder weniger werden. Zerbrechlich wie eine Elfe möchte ich sein - möchte durch mein Leben schweben und all den Ballast abwerfen. Möchte mein Leben hinter mir lassen, möchte nicht mehr stark sein und möchte es nicht mehr durch den Alltag schaffen. Möchte meine Gedanken mit Hilfe von Tabletten und Drogen aussperren, möchte vergessen und nicht mehr fühlen. Und doch möchte ich auf der anderen Seite in den Arm genommen werden, möchte auf die Stirn geküsst werden, möchte am Boden gehalten werden und möchte reine Liebe erfahren. Möchte von all dem abgehalten werden, was ich mir doch so sehnlich wünsche und möchte, dass ich keine andere Wahl habe, als meinen Alltag zu bestehen. Ich möchte Lachen, Weinen, Tanzen und Singen, möchte Springen und Rennen, Fliegen und Fallen. Ich möchte das Leben als ganzes wahrnehmen, möchte Hoffnung, Liebe, Enttäuschung und Glück spüren und das mit jeder einzelnen Zelle meines Körpers. Ich möchte das Leben spüren, komplett in seiner Gesamtheit, aber nur mit dir an meiner Seite, nur mit deiner Seele in meiner Brust, nur mit dem Gedanken an mich in deinem Kopf...

Bitte verlasse mich nicht.. 

Freitag, 13. Januar 2017

Und wieder ist ein Jahr vorbei. Trotz seiner Höhen und Tiefen, seiner Herausforderungen und Ziele erschien es mir viel zu kurz. Mit den Gedanken bin ich noch irgendwo zwischen November und mitte Dezember, zwischen der Angst des Verlassenwerdens und der Unzufriedenheit in meiner Beziehung. Doch ist beides nicht mehr von Wichtigkeit, denn beides ist nicht mehr aktuell. Seit dieser Zeit hatte ich einen wundervollen Jahrestag mit meinem Freund, an dem er mir einen so unglaublich schönen Antrag gemacht hatte, bei dem wir uns beide am Ende weinend in den Armen lagen. - Meine Zweifel sollten wie weggeblasen sein, dennoch nagt etwas an mir, dass den Gedanken daran nicht zulassen will.. Ich möchte mich fallen lassen und genießen, doch das geht nicht.. noch nicht.
Weihnachten zog viel zu schnell an mir vorbei, ich weiß gar nicht wo die Feiertage hin sind, wo das gesellige zusammensein, das Essen und die Ruhe hin sind. Auch Silvester flog an mir vorbei, als wäre dort gar kein Zauber mehr gewesen. Ich vermisse die alten Zeiten, das Glück und die Freude, denn momentan bin ich nur noch erschöpft. Habe mein Praktikum beendet und nun bis Februar frei. Heute ist der zweite Tag meines Urlaubs und ich habe es noch immer nicht aus dem Bett geschafft.Es ist alles so träge, ich fühle mich nur noch leer und ausgelaugt, dabei würde ich so gern noch so vieles tun. Ich hatte so viele Pläne, doch nun weiß ich nicht, ob ich überhaupt irgendwas davon schaffe.

Samstag, 5. November 2016

Nach langer Zeit komme ich auch mal wieder dazu hier zu schreiben. Es ist einiges passiert, seit ich das letzte Mal ein Lebenszeichen von mir dagelassen habe. Zum einen ist mein Laptop kaputt gegangen und genau von dem aus habe ich immer gepostet, da ich an meinem eigentlichen PC selten die Ruhe habe Texte zu verfassen. Dazu kam, dass ich seit dem 1.8 Vollzeit arbeite, was in meinem Falle heißt, dass ich 4 Tage die Woche 10 Stunden reine Arbeitszeit habe + die Pause und abends, wenn ich dann zu Hause bin und gegessen habe schon fast ins Bett falle. An meinen freien Tagen hatte ich bisher durchgehend Termine und war aufm Sprung, sodass ich da auch keine Zeit fand. An Wochenenden bin ich immernoch regelmäßig arbeiten, weil ich meinen Nebenjob noch nicht aufgegeben habe, da mir dir Arbeit dort einfach zu viel Freude macht. - Wie man liest, bin ich momentan ein echt viel beschäftigter Mensch und wenn ich zu Hause bin, genieße ich entweder die Zeit mit meinem Freund, kümmere mich um unseren kleinen Racker (wir haben im Juli ein kleines Käterchen adoptiert, der bei uns Asyl und ein neues Heim gefunden hat) oder versuche etwas mit Freunden zu machen.
Auch wenn es sehr stressig ist, macht mir mein momentanes Leben Spaß und ich würde es gerne noch lange so weiter leben, auch wenn mir dadurch die Zeit für Hobbies, wie zum Beispiel dem schreiben, fehlt...
Ich hoffe, dass ich in nächster Zeit öfter dazu komme und weiterhin einen Teil meines Lebens festhalten kann..


Samstag, 9. Juli 2016

Im Moment fällt es mir wieder schwer etwas zu machen. Ich bin in einer Antriebslosigkeit gefangen und liege gefühlt nur noch im Bett und warte auf bessere Tage.
Mit meinem Freund ist es im Moment sehr anstrengend. Seine Oma lag die letzte Zeit im Koma und ist nun gestern gestorben. Ich sehe, wie sehr es ihn belastet und würde nichts sehnlicher tun, als ihm beizustehen, doch lässt er mich nicht an sich ran. Ich fühle mich unfähig darüber zu sprechen und ich fühle mich unfähig hierfür die richtigen Worte zu finden. Ich fühle mich einfach nur noch schwer, als würde ich immer tiefer nach unten gezogen werden und als würde mir alles aus der Hand gleiten, an das ich mich festkralle. Ich komme noch fast um vor Sorge um meinen Freund, mittlerweile macht mir die ganze Situation Angst. Ich möchte für ihn da sein, ich möchte stark sein und all das schaffen, ich möchte das Tief gerade überwinden, denn das macht eine gute Beziehung aus, doch habe ich Angst dieses Mal zu versagen, obwohl wir schon so viel mehr zusammen durchgestanden haben.
Ich würde mir am liebsten die Decke über den Kopf ziehen und erst wieder aus dem Bett kriechen, wenn sich der Sturm in mir gelegt hat.