Herzensmenschen

Donnerstag, 5. September 2013

Gestern hatte ich im Seniorenzentrum mehr oder weniger einen Zusammenbruch. Eine Betreuerin wollte mich schon um halb 9 gehen lassen, weil sei gesehen hat, wie schlecht es mir geht. Ich wollte bleiben, kurz danach kam die Betreuungsleiterin, die meinen Freund mitnehmen wollte, damit er wieder Arztbesuche oder sonstwas machen konnte. Sie hat gesehen, wie ich weinend im Treppenhaus stand und hat sich mit mir unterhalten. Sie hat mich erstmal auf andere Wohnbereichen geschickt, auf denen ich dann endlich mal Anreichen durfte - das  erste Mal, seit Beginn des BFD's... Gegen halb zehn hatte ich dann mit der Hausleitung ein Gespräch. Die Frau dort hat mich erstmal zusammengefaltet, und gesagt, dass ich erst etwas machen darf mit den Leuten, wenn sie mich kennen und das es einfach legitim sein, dass ich nur den Abwasch machen muss. Nur blöd ist es, dass am Morgen die Dame kam, welche sich um die Auszubildenden kümmert und meinte, dass jemand von uns mit einem Bewohner spazieren gehen soll. Ich meldete mich freiwillig, in der Hoffnung, dass ich endlich einmal etwas tun darf, aber die Frau sagte, dass mein Freund das machen soll, und ich Abwaschen soll, genauso lief es mit dem Anreichen am Morgen. - Auch das erzählte ich bei dem Gespräch, dazu hatten sie dort natürlich nichts zu sagen. Einzig, dass es ja nicht die Aufgabe meines Freundes sei.. Ich bin dann während des Gespräches wieder in Tränen ausgebrochen. Dazu meinte die Hausleiterin nur, dass sie mir es psychisch zugetraut habe, dass ich es dort aushalte.. Dann hat sie mich gehen lassen und durfte einen Spaziergang mit meinem Freund machen. Ich habe ne halbe Stunde durchgeweint und mich an seine Schulter gelehnt. Als wir wieder kamen und ich wieder auf meiner Station war, durfte ich ganz plötzlich das erste Mal Anreichen dort, danach durfte ich sogar einen Spaziergang machen. Scheinbar hat das Gespräch doch etwas gebracht.
Später habe ich mich noch mit Timo, einem anderen BFD'ler unterhalten. Er erzählte mir, dass er schon am ersten Tag Arztbesuche machen musste und Anreichen musste und Spazieren gehen musste..
Ich fühle mich extrem schrecklich, fühle mich dort diskriminiert und in meinen Fähigkeiten eingeschränkt. Es macht mich depressiv und zieht mich auch ansonsten ziemlich runter..
Dennoch möchte ich versuchen, mich dort wacker und gut zu schlagen, sodass alle sehen, dass sie mich unterschätzen, sie mich nicht fordern und dass sie mich von Anfang an falsch eingesetzt haben und so eine Bereicherung verhindert haben...

Heute war der Tag dann auch schon wieder etwas besser. Ich durfte anreichen und Spazieren gehen und mit ihnen zusammen Zeitung lesen etc. Hoffentlich werden die Tage besser und besser.

Kommentare:

  1. Hey,Oldenburg ist schoen :) Das ist ja nicht soo weit :D

    Also ich brauch noch etwas um mich an die Krankmeldung zu gewoehnen, also, dass ich jetzt wirklich Zeit fuer uns habe. Mein Freund hat heute die Folgekrankmeldung abgegeben (hatte vorher natuerlich gesagt, dass ich krankgeschrieben bin,etc) & der Chef (einer von den 2) war irgendwie total bescheuert. Ich denke, weil er angekekst ist, dass er kein Ausgleichsgeld von der Krankenkasse wegen einem Beschaeftigungsverbot bekommt, sondern ich einfach nur Krankengeld beziehe. Aber mir alles egal :D

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  2. Hallo Jinny.

    Ich wollte dir sagen, dass ich deinen Blog noch lese und dir mal liebe Grüße dalassen.

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Liebe Worte sind immer gern gesehen <3